Vorbereitung (2) – Norge på langs

„Ich bin reif für etwas Verrücktes, wie etwa eine viermonatige Wanderung durch Norwegen oder ähnliches.“

Die letzten Wochen waren geprägt durch meine Arbeit zur Finanzierung der Wanderung und die Organisation von Norge på langs, die mich zeitlich mehr als ausgefüllt haben. Freie Tage habe ich genutzt, um im Nationalpark Harz auf verschiedenen Wegen den Brocken zu erklimmen. Unter diesen realistischen Bedingungen konnte ich meine bisher stetig gewachsene Ausrüstung testen und mich auf die körperlichen Belastungen einer Fernwanderung vorbereiten. Die letzten Ausrüstungsgegenstände sind mittlerweile besorgt und die Route ist geplant. Die Massen an Verpflegung warten bereits darauf in die Pakete für die ausgewählten Depots verstaut zu werden. Den letzten Feinschliff zum Thema Landschaftsfotografie habe ich von meinem befreundeten Fotografen – wolf-photoart – erhalten.

Am 30.April hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen letzten Arbeitstag, an dem ich realisiert habe, dass mein Abenteuer bereits begonnen hat. Ein gutes Gefühl!

Derzeit kreisen die verschiedensten Bilder durch meinen Kopf – Bilder, auf denen ich mich vollkommen durchnässt in mein Zelt zurückziehe und alles unternehme, um nicht mehr frieren zu müssen. Ich sehe mich auf einer Anhöhe stehend, den Blick im Horizont verlierend, im Wissen, dass ich der einzige Mensch weit und breit bin. Die Facetten dieser immer wiederkehrenden Bilder sind meine Motivation, um das Abenteuer Norge på langs gewissenhaft vorzubereiten und am 30. Mai 2015 den ersten Schritt in Richtung Nordkap zu wagen.

Und, so kurz vor dem Start schon aufgeregt? – Das ist derzeit die häufigste Frage.

Sicherlich bin ich aufgeregt, denn mein bisher größtes Wanderabenteuer bezieht sich lediglich auf eine zweitägige Wanderung durch ein mir vertrautes Gebiet! Aufgrund meiner Fahrradreisen kann ich mir jedoch ungefähr vorstellen, aber mit 100%iger Gewissheit kann ich das natürlich nicht sagen, was mich erwarten wird. Diese Ungewissheit ist für mich der Punkt, an dem für mich das Abenteuer beginnt. Es ist ein Gefühl der Aufgeregtheit, der Abenteuerlust, des Aufbruchs, aber auch der respektvollen Neugierde vor dem Ungewissen.

Samstag der 30.Mai ist der Tag, an dem ich den gewohnten Alltag verlassen und in eine andere Welt eintauchen werde. Mein Taktgeber wird dann nicht mehr der Wecker, der Terminplaner oder die Arbeit sein, sondern allein der Rhythmus der Natur. Die Auseinandersetzung mit mir selbst und das (Über)leben mit und in der Natur werden meinen Wanderalltag bestimmen.

Ich freue mich schon sehr auf den Moment, in dem ich die ersten Schritte laufen werde und dieses Gefühl der völligen Unabhängigkeit erleben werde. (Hoffentlich)

Ich bin mir bewusst, dass dieses Abenteuer gewisse Herausforderung und Gefahren in sich birgt, jedoch bin ich bereit, mich diesen zu stellen und an ihnen zu lernen.

Alle Informationen zur geplanten Route und den wichtigsten Gegenständen meiner Ausrüstung stehen HIER für euch bereit.

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