Norge på langs |Stell dich der Herausforderung

11 Juni | Tag 13

Ich sitze bei einer heißen Tasse Tee auf der Terrasse der vom norwegischen Wanderverein (DNT) bewirtschafteten Nutevasshytte und genieße den Ausblick auf den teilweise von verschneiten Bergen umgebenen See. Seit vier Tagen laufe ich durch das Gebirge der Setesdal Austhei und habe bisher noch keinen einzigen Menschen getroffen. Auch als ich die Hütte erreichte, waren die Türen verschlossen und der Kamin aus.

Ich bin da wo ich hinwollte: Alleine in der Natur!
Die Sonne wärmt mich bis in die späten Abendstunden und in mir kommt ein Gefühl der Zufriedenheit auf.

Hier findet ihr das Video zum Aufenthalt in der Setesdal Austhei.

Das Abenteuer geht weiter!

Tony

16 Juni | Tag 18

Nach einem langen Tag auf der Straße [37] von Dalen in Richtung Rauland entschloss ich mich an einem schönen Platz direkt am See (Totak) mit Blick auf die verschneiten Berge zu übernachten. Es war wieder einmal eine kalte Nacht und als ich morgens aufwachte war mein Zelt mit leichten Frost bedeckt. Nach einem heißen Tee und einer Schüssel Müsli ging ich nach Rauland in die Touristeninformation und erkundigte mich über die Schneeverhältnisse in der Hardangervidda. Der Mitarbeiter erklärte mir, dass es ohne Skier aussichtslos sei von Rjukan nach Geilo über die Berge zu gelangen. Etwas enttäuscht verließ ich die Touristeninformation und folgte der Straße nach Rjukan. Die folgenden sechs Kilometer bergauf trugen nicht gerade dazu bei, dass sich meine Stimmung verbesserte.
In diesem Moment ging ich am Rauland Høgfjellshotell vorbei, als mir plötzlich jemand nachrief. Dieser jemand war Kristian, der Hotelmanager. Er erkundigte sich über mein Vorhaben und wir unterhielten uns über meine Wanderung und die winterlichen Wetterverhältnisse in der Region. Er meinte: „Normalerweise gehen wir zu dieser Jahreszeit hier oben in den Bergseen schwimmen, doch gestern haben wir vor unserem Haus noch eine Schneeballschlacht gemacht.“
Er lud mich ein, bei ihm im Hotel zu speisen und den Spa-Bereich zu nutzen. Nicht nur das gute Essen und der Pool trugen dazu bei, dass sich meine Stimmung hob, sondern auch das Gespräch mit Kristian. Er erklärte mir in seiner Art als Hotelmanager, dass man einfach in die Berge laufen und an der ersten Touristenhütte nach Skiern fragen müsse, da dort häufig einige aus der Vor-Saison zurückbleiben würden.

Ob er das ernst meinte sei dahingestellt, aber der Gedanke gefiel mir, mich auf das Abenteuer „Berge“ einzulassen. Dies bedeutet für mich, mich nicht den widrigen Umständen zu unterwerfen und die Straße entlang nach Geilo zu laufen, sondern sich den winterlichen Verhältnissen zu stellen und die Herausforderung anzunehmen.

Tusen Takk, Kristian!

Mal schauen was das wird!

18 Juni | Tag 20

Seit gestern verweile ich in einer kleinen Hütte auf dem Campingplatz in Miland am Tinnjø. Mit großer Vorfreude habe ich dort mein erstes Versorgungspaket mit der einen oder anderen Überraschung aus der Heimat für die weitere Wanderung geöffnet. Nun werde ich meine Sachen waschen, das Video über die Setesdal Vesthei schneiden und dem Körper etwas Ruhe gönnen. Ab Morgen werde ich, bei hoffentlich besserem Wetter als heute, in die Berge der östlichen Hardangervidda wandern. Ich freu mich darauf!

Das Abenteuer geht weiter!

Tony

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